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Pharmazeutisches CBD reduziert epileptische Anfälle weit stärker als natürliches CBD: Studie

CBD Tropfen Flasche neben Hanf-Pflanze

Nicht jedes CBD-Produkt (oder jede CBD-Produktmischung) wirkt gleich. Das zeigt eine Studie des AAN (American Academy of Neurology).

Neue Forschungsergebnisse, die im kommenden April 2020 auf der Jahreskonferenz der American Academy of Neurology in Toronto vorgestellt werden sollen, zeigen, dass natürliches CBD (Cannabidiol) bei der Behandlung von Epilepsiepatienten lange nicht so wirksam ist wie die pharmazeutisch-reine Version von CBD.

An der Studie nahmen u.a. auch 31 Kinder und Jugendliche im Alter von 1-10 Jahren teil, die insgesamt ca. ein Jahr lang beobachtet wurden. Ihre Krankenblätter wurden vom Forschungsteam vollständig ausgewertet, und es wurde festgestellt, dass jeder von ihnen an einer bestimmten Form von Epilepsie litt.

Die Ergebnisse sind äußerst eindeutig: „Der Unterschied war sogar ziemlich drastisch, es gab eine hohe Anfallskontrolle in der pharmazeutischen Gruppe und tatsächlich eine starke Verschlimmerung der Anfälle in der natürliches-CBD-Gruppe“, sagte Dr. Nathan Cohen, einer der Autoren der Studie.

Die vorläufigen Ergebnisse deuten alle darauf hin, dass pharmazeutisches CBD zu einem Rückgang der Anfälle um 39% führte, während die Nutzung von natürlichem CBD zu einem Anstieg der Gesamtzahl der Anfälle um ganze 70% führte.

In die retrospektive Studie wurden 31 pädiatrische Patienten mit Lennox-Gastaut-Syndrom (32%), Dravet-Syndrom (6%) und anderen Epilepsie-Syndromen (62%) eingeschlossen.

Für den Zweck dieser Studie schloss man pharmazeutisches CBD in die von der FDA genehmigten CBD-Arten ein, während „natürliches CBD“ jedes andere Produkt auf Cannabisbasis einschloss, erklärte Cohen.

Natürliches CBD wird mit verschiedenen Techniken aus der Pflanze gewonnen und enthält unterschiedliche Mengen an CBD und THC. Natürliches CBD und pharmazeutisches CBD unterscheiden sich also in der Herstellungstechnik, was natürlich zu einer Variation im Gehalt des Endprodukts an CBD und THC (Tetrahydrocannabinol) führt.

Die Forscher „überprüften die Blutspiegel des Wirkstoffs – Cannabidiol – und versuchten, diese mit der allgemeinen Anfallsrate zu korrelieren“, sagte Cohen.

Die Blutwerte zeigten einen durchschnittlichen CBD-Spiegel von 31 Nanogramm pro Milliliter bei Patienten, denen natürliches/extrahiertes CBD verabreicht wurde, verglichen mit 124 Nanogramm pro Milliliter bei Patienten, denen das pharmazeutische CBD verabreicht wurde.

Der Grund für diesen Unterschied übersteigt den Rahmen der Voruntersuchungen in dieser Studie, sagte Cohen, und er fügte hinzu, dass dies eine Frage sei, die es wert sei, in Zukunft untersucht zu werden.

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